SG Köndringen-Teningen

HC ELBFLORENZ
DRESDEN

19. August 2017 17:00 Uhr

DHB Pokal
Ludwig-Jahn-Straße 8 in Teningen

HC Elbflorenz vs. Dukla Praha 35:25 (18:14)

(c) HC Elbflorenz #medienwart

HC Elbflorenz schlägt tschechischen Meister klar

Es war am Ende der 1. Sieg für die Dresdner in der neuen Heimspielstätte BallsportARENA. Mit einem klaren 35:25 schlugen die Dresdner den amtierenden tschechischen Meister HC Dukla Prag. Immerhin 600 Zuschauer verfolgten die Partie. Für ein „normales“ Vorbereitungsspiel des HC eine beachtliche Zahl und wieder der Beweis, der Handballsport in der Landeshauptstadt ist auf einem guten Weg.

Die nach der Meistersaison stark verjüngte Mannschaft von Dukla Prag startete ohne jeglichen Respekt in die Partie. Vor allem der im rechten Rückraum agierende Mubenzem Dieudonne zeigte gleich drei gute Aktionen in Folge. Er war mit insgesamt sechs Treffern an diesem Tag bester Torschütze seines Teams. Die Pöhler-Mannen brauchten ihrerseits eine kleine Anlaufphase, konnten dann aber in der 8. Minute mit 5:4 die erste Führung übernehmen. Ab dem 10:9 in der 18. Minute gaben die Hausherren diese dann bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Die Anfangsviertelstunde kann man von beiden Teams durchaus als munter bezeichnen, wobei das vor allem für den Angriff galt. HC-Trainer Christian Pöhler bescheinigte nach dem Spiel den Pragern eine Mannschaft mit „viel Potenzial für die Zukunft“ zu besitzen. In der Folge konnten sich die Sachsen etwas absetzen. So führte man durch einen Dierberg-Treffer in der 21. Minute mit 14:11. Der Linksaußen zeigte mit sechs Treffern bei sechs Versuchen eine starke 1. Halbzeit. Bis zur Halbzeitpause legten die Dresdner noch ein Tor Vorsprung drauf und führten so mit 18:14. Insgesamt hatte der HC eine starke Offensivleistung gezeigt und sich in der Defensive noch etwas offen gelassen.  

In der 2. Halbzeit brauchte der HC nur 10 Minuten um für klare Verhältnisse zu sorgen. Da führten die Hausherren nämlich mit 24:16 und Trainer Christian Pöhler sagte nach dem Spiel über diesen ersten Teil der 2. Halbzeit: „Bis Mitte der 2. Halbzeit hatten wir unsere beste Phase. Die Abwehr hat den Gegner vor einige Aufgaben gestellt und wir konnten infolgedessen teilweise leichte Tore erzielen.“ Bis zur 43. Minute hatte sich der HC auf zehn Tore abgesetzt (27:17). Dabei agierten die Dresdner fast schon traditionell in jeder Unterzahlsituation mit dem 6. Feldspieler. Während die Dresdner sechs solcher Unterzahlsituationen überstehen mussten, war es bei Prag lediglich eine. Im Blick auf diese Zeitstrafen fehlte den Sachsen in der einen oder anderen Situation vielleicht auch etwas Cleverness. HC-Trainer Christian Pöhler sah sein Team nach der Partie bei ca. „80 Prozent seiner Leistungsfähigkeit“  und bestätige ihm eine „durchweg konzentrierte Leistung“. Das Niveau von der 30. bis zur 45. konnten die Dresdner in der Schlussviertelstunde nicht mehr ganz halten, ohne das es extrem abfiel. Der Gast aus Prag hatte in der 2. Halbzeit kaum noch etwas zuzusetzen, wobei das Team auch seiner Jugend etwas Tribut zollte. In der 56. Minute gab es noch eine Schrecksekunde als Dukla-Spieler Jakub Kastner bei dem Versuch dem Ball zu fangen über die Werbebande fiel und liegen blieb. Glücklicherweise kam er ohne ernsthafte Verletzungen davon. Am Ende gewannen die Hausherren verdient mit zehn Toren Vorsprung. 

Dukla Trainer Josef Jan sagte nach dem Spiel: „Natürlich war die erste Halbzeit besser als die zweite. Zu unserer Entschuldigung muss ich allerdings sagen, wir haben sieben neue Spieler teilweise sogar aus A-Jugend zu integrieren. Da liegt noch viel, viel Arbeit vor uns. Unsere Spieler, vor allem die jungen, trafen heute auf ein ganz anderes Niveau als sie es gewöhnt sind. Zudem haben wir erst seit kurzem wieder den Ball mehr in der Hand.“

HC Trainer Christian Pöhler sagte nach dem Spiel: „Ich denke, es war auch in der Höhe ein verdienter Sieg. Wir können bzw. müssen allerdings in der Abwehr teilweise noch etwas körperlicher spielen. Das wird im Blick auf den nächsten Testspielgegner DJK Rimpar, auf den wir am Freitag in Helbrechts treffen, auch nötig sein.“

ww

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